Musik an St. Petri 2023

St.Petri-Kirche Großburgwedel, Küstergang 2, 30938 Burgwedel

Donnerstag, 23.März, 19 Uhr

 

Corelli and friends

Virtuose frühbarocke Musik aus dem Umfeld Arcangelo Corellis

 

Im 17. Jahrhundert war Italien das innovative musikalische Zentrum Europas. Hier entstand eine neue Musiksprache voller Lebendigkeit und Virtuosität und viele europäische Höfe versuchten, diesem Vorbild nachzueifern. So galten manche Komponisten gar als Popstars, wie zum Beispiel Arcangelo Corelli. Seine Musik wurde in ganz Europa vermarktet, seine Kompositionen von Vielen kopiert und umgearbeitet. Jedoch stand sein Schaffen selbstverständlich in der Tradition der älteren Virtuosen wie Pandolfi Mealli, Giovannni Legrenzi oder Marco Uccellini.

Allen gemein ist ihr freier, spielerischer Umgang mit musikalischem Material. So fügte der Instrumentalist willkürlich Noten zur Komposition in Form schwindelerregenden Verzierungen hinzu oder improvisierte gar frei über eine bekannte Melodie oder ein Harmonieschema. Manch eine Idee wurde in Noten festgehalten, anderes muss auch heute wiederum aus dem Stegreif erfunden werden.

Unser Konzert spannt einen Bogen über diese spannende musikalische Epoche und stellt auskomponierte Werke der frühbarocken Improvisation gegenüber. Erleben Sie ein Feuerwerk an Spielfreude und Lebendigkeit!

Das Göttinger Barockorchester

Mit musikalischer Qualität, stilistischer Vielfalt sowie leidenschaftlicher Spielfreude und Vitalität hat sich das Göttinger Barockorchester seit 1995 einen festen Platz im norddeutschen Musikleben erobert.

Das Repertoire des Ensembles umspannt einen Zeitraum von mehr als vierhundert Jahren. Musik frühbarocker Meister wie Monteverdi und Schütz gehört ebenso dazu wie die großen Chorwerke und Instrumentalkonzerte von Bach, Händel und Telemann. Regelmäßig spielt das Orchester auch sinfonisch besetzte Werke von Haydn, Mozart, Mendelssohn und Brahms und Musik zeitgenössischer Komponisten bis hin zu Uraufführungen, ist aber auch in kleinen kammermusikalischen Besetzungen zu hören.

Das funktioniert, weil die Ensemblemitglieder alle Musik auf den jeweils für eine Epoche zeittypischen „historischen“ Instrumenten spielen und bestens vertraut sind mit der Spieltechnik und den Voraussetzungen für die Musik der jeweiligen Zeit.

Garant für diese stilistische Vielfalt ist nicht zuletzt der Violinist Hans-Henning Vater. Er hat das Göttinger Barockorchester 1995 gegründet und ist bis heute Konzertmeister des Ensembles. Er ist sowohl auf der Barockgeige als auch auf der modernen Geige genreübergreifend ein viel gefragter Solist.

Das Göttinger Barockorchester blickt auf eine reiche Diskografie und ist regelmäßig auf Tournee und auch im Ausland unterwegs.

Die Musiker des Abends

Hervorgegangen aus einer CD-Produktion des Göttinger Barockorchesters mit Thomas Selles Liber primus präsentiert sich hier ein kleines exquisites Ensemble, welches sich zum Ziel gesetzt hat, die Musik des 17. Jahrhunderts in seiner ganzen Lebendigkeit und seinem Improvisationsgehalt zu ergründen. An der Seite von Hans-Henning Vater steht ein ausgewiesener Experte für frühbarocke Diminution: der italienische Geiger Davide Monti, Mitglied zahlreicher namhafter Barockensembles und gefragter Dozent bei Kursen mit Schwerpunkt barocker Improvisation. Hinzu gesellt sich eine Continuogruppe, bestehend aus Streichbaß (Laura Frey – Violone) und Akkordinstrument (Andreas Düker – Chitarrone).